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35 Jahre Tschernobyl: Pilze und Wildfleisch noch radioaktiv belastet24. Apr. 14:09

35 Jahre Tschernobyl: Pilze und Wildfleisch noch radioaktiv belastet

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Allerdings in sehr geringen Mengen. Auch 35 Jahre nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl sind die Auswirkungen in Österreich noch immer messbar. So ist in Wildpilzen und Wildfleisch weiter radioaktives Cäsium-137 zu finden, berichtete das Gesundheitsministerium am Samstag. Grundsätzlich können diese Lebensmittel zwar weitgehend unbedenklich gegessen werden, es gibt aber Empfehlungen was Eierschwammerl, Maronenröhrlinge und Wildfleisch betrifft. Die Belastung von Wildpilzen und Wildfleisch wird vom Ministerium regelmäßig im Rahmen von Studien analysiert. Aus den Ergebnissen der vergangenen zehn Jahre wurde deutlich, dass die Cäsium-137-Werte für Eierschwammerl und Steinpilze im Mittel deutlich unter dem Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm (Bq/kg) liegen. Allerdings wurden noch immer bei etwa zehn Prozent der Eierschwammerl Grenzwertüberschreitungen festgestellt, hieß es in einer Aussendung am Samstag. Bei Steinpilzen kommen Überschreitungen des Grenzwertes nur noch selten vor und Parasole weisen nur sehr geringe Cäsium-137-Werte auf. Bei den Maronenröhrlingen liegen im Gegensatz dazu selbst die Mittelwerte über dem Grenzwert und Grenzwertüberschreitungen treten bei mehr als der Hälfte auf. Aus diesem Grund lauten die Empfehlungen des Gesundheitsministeriums: Steinpilze können aus radiologischer Sicht praktisch aus allen Regionen Österreichs bedenkenlos genossen werden. Auch der Konsum von Eierschwammerl stellt praktisch kein Gesundheitsrisiko dar. Allerdings sollten Eierschwammeln aus höher belasteten Regionen aus Vorsorgegründen nicht in allzu großen Mengen konsumiert werden. Höher belastete Gebiete befinden sich vor allem im westlichen Niederösterreich, der westlichen Obersteiermark, in weiten Teilen Oberösterreichs und Salzburgs sowie im Koralpen-Gebiet. Maronenröhrlingen sollte generell eher nicht gegessen werden.
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