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Adieu, Hugo Portisch: Bewegende Trauerfeier für eine Legende des Journalismus29. Apr. 15:52

Adieu, Hugo Portisch: Bewegende Trauerfeier für eine Legende des Journalismus

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Am Donnerstag wurde der prägende Chefredakteur des KURIER verabschiedet. Mit innigem Dank, Gedanken zu unabhängigem Journalismus und Jazzklängen wurde am Donnerstag eine Legende des Journalismus verabschiedet. „Lebewohl, lieber Hugo“, sagte der jahrzehntelange Wegbegleiter, Heinz Nußbaumer, bei der Trauerfeier von Hugo Portisch. „Am Ende deines Lebens bist du immer stiller geworden. Aus deinem umwerfenden Lachen ist langsam ein freundliches Lächeln geworden.“ Portisch, legendärer Chefredakteur des KURIER, Initiator des Rundfunk-Volksbegehrens und jener Mann, der dem Land seine Geschichte näher gebracht hat als wohl jeder andere, ist am 1. April im 95. Lebensjahr verstorben. Portisch war „einer, der Spuren hinterlassen hat, die kein Wind der Zeit verwehen kann“, sagte Nußbaumer. „Kein anderer Österreicher ist mir begegnet, für den Heimatliebe, Europabewusstein und Weltbürgertum so untrennbar zusammengehört haben. Denn, so hast du gesagt, je kleiner ein Land, desto größer muss es denken.“ Die im ORF übertragene Trauerfeier (aus Pandemiegründen in kleinem Kreis) wurde von Bundespräsident Alexander Van der Bellen eingeleitet. Hugo Portisch „hat uns gezeigt, was unabhängger Journalismus zu leisten vermag und warum er für jedes Gemeinwesen unverzichtbar ist. Sogar der eigenen Meinung skeptisch gegenüber zu stehen und nur den Tatsachen verpflichtet zu sein: Das ist ein großes Erbe“, sagte er. Auch Nußbaumer erinnerte an Portischs journalistische Grundsätze, die jener selbst in drei prägnanten Formulierungen zusammengefasst hat: Aus der Geschichte lernen. Gegen Vorurteile kämpfen. Und zur Toleranz erziehen. An der Gültigkeit dieser Grundsätze „wird auch dein Abschied gar nichts ändern können“, sagte Nußbaumer, der es als Aufgabe von Portischs Schülern und Nachfolgern sieht, „dieses Vermächtnis in das Morgen hinüber retten zu können.“
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