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Aufregung in Argentinien: Polit- und Medien-Elite sollte zuerst geimpft werden22. Feb. 20:51

Aufregung in Argentinien: Polit- und Medien-Elite sollte zuerst geimpft werden

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Der Gesundheitsminister wurde vom Präsidenten zum Rücktritt gezwungen. Für Argentiniens Präsidenten Alberto Fernandez ist es eine Peinlichkeit: Sein Gesundheitsminister Ginés González García hat insgesamt rund 3.000 Corona-Impfdosen gehortet, um der Regierung nahe stehende Personen wie Gewerkschaftsführer Hugo Moyano oder regierungsnahe Journalisten wie Horacio Verbitsky bevorzugt zu impfen. Der Medienmann machte bei dem Spiel allerdings nicht mit und berichtete über seine Einladung zur VIP-Impfung. Der Skandal zieht inzwischen immer weitere Kreise. Präsident Fernandez weiß um die Außenwirkung dieses Skandals. Denn im Land kommen die Impfungen nur schleppend voran – und die regierungsnahe Elite denkt erst einmal nur sich selbst. Angesichts dieses Glaubwürdigkeitsproblems opferte der Präsident seinen Minister: „Auf Ihren ausdrücklichen Wunsch reiche ich meinen Rücktritt ein“, schrieb Ginés González García in einem offenen Brief an den Staatschef. Das klingt nicht nach Reue. Mit mehr als 51.000 Covid-Toten gehört Argentinien neben Mexiko und Brasilien zu den am härtesten getroffenen lateinamerikanischen Ländern. Trotz eines Lockdowns über Monate, der die Wirtschaft zum Absturz brachte. Die Folge: Die Armutsrate stieg auf 44 Prozent. Der Skandal kommt zur politischen Unzeit, denn die linksgerichtete Regierung muss sich ohnehin von der Opposition den Vorwurf gefallen lassen, die Justiz massiv beeinflussen zu wollen, um Korruptionsermittlungen gegen die langjährige Präsidentin und amtierende Vize-Präsidentin Cristina Kirchner zu unterlaufen.
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