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Buhlschaft - die wichtigste Nebenrolle der Welt1. Aug. 15:01

Buhlschaft - die wichtigste Nebenrolle der Welt

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Und dabei hat Jedermanns Geliebte grad’ einmal dreißig Sätze. Rein rechnerisch ist der heurige „Jedermann“ in Salzburg ein Jahrhundertereignis. Die Premiere des „Spiels vom Sterben des reichen Mannes“ von Hugo von Hofmannsthal (1874–1929) auf dem pittoresken Platz vor dem Dom fand am 22. August 1920 statt. Was in der Historie ausgeblendet ist, sind die zehn Jahre seit 1938, in denen das Werk des jüdischen Dramatikers unerwünscht war. Was bleibt, sind die großen Schauspieler in der Titelrolle. Aber auch nicht minder die „Buhlschaften“, also die, mit schlanken dreißig Sätzen ausgestatteten wortkargen Geliebten des Lebemanns, den Tod und Teufel aus Rausch, Ruchlosigkeit, Raserei und Reue holen. Wer sind die Legenden der Lust und Leidenschaft? Am längsten brillierte die Berlinerin Dagny Servaes als „Gspusi“ des gedankenlosen großspurigen Galans. Zwölfmal, an der Seite von Giganten wie Moissi, Hartmann & Attila Hörbiger, war sie das „Dekolleté der Dekadenz“ – sie starb 1961. Die ältesten noch lebenden Buhlschaften sind
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