Zurück Kurier Corona-Begrüßungen: Die Rückkehr des Handschlags
Suchen Rubriken 20. Sep.
Schließen
Anzeige
Corona-Begrüßungen: Die Rückkehr des Handschlags12. Sep. 5:00

Corona-Begrüßungen: Die Rückkehr des Handschlags

Kurier
Für manche ist die Zeit der Gettofaust vorbei. Für andere nicht. Das führt zu peinlichen Momenten. Es war ein Moment peinlicher Berührung: Als Bundeskanzler Sebastian Kurz und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet am Donnerstag beim Treffen der Europäischen Volkspartei (EVP) in Berlin aufeinandertrafen, erging es ihnen so wie den meisten von uns derzeit. Der eine streckte die flache Hand zur Begrüßung aus. Der andere die geballte Faust. Nach kurzem Hin und Her inklusive verlegendem Lächeln einigte man sich schließlich doch auf einen Handschlag. Die Pandemie hat unsere Begrüßungsrituale verändert. Abstand galt plötzlich als Zeichen der Fürsorge. Doch nun gibt es längst eine Impfung und es stellt sich die Frage: Sollen wir wieder zum sozialen Miteinander präpandemischer Zeiten zurückkehren? Heinz Daxecker, Obmann der österreichischen Knigge Gesellschaft, sagt Ja. „Meiner Meinung nach hat der Wuhan-Shake ausgedient.“ Er meint damit jegliche Begrüßungsform zwischen Gettofaust und Ellbogencheck. „Der Handschlag ist ein Zeichen an das Gegenüber, dass man interagieren will“, erklärt Daxecker. Für kurze Zeit lasse man jemanden in seine intime Distanzzone, ein Bereich bis circa 60 Zentimeter vom Körper. Mediziner mögen widersprechen. Und auch Daxecker betont, dass es einen „gewissen Hygienestandard“ voraussetze. Ihm geht es aber weniger um die epidemiologische, als um die soziale Funktion des Handschlags. „Eine Begrüßung ohne Hand ist wie eine Begegnung ohne Worte.“
Mehr
 Gefällt mir Antworten
Anzeige

Kommentare

Noch keine Kommentare...
Nach oben

Datumseinstellungen

Heute ist Montag, 20. September 2021

+ 1 -
+ 1 -
+ 2016 -

Schließen

Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich mit der Verwendung der Cookies in unserer Cookie-Policy einverstanden.

Akzeptieren

Kurier

Schließen