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13. Mär. 4:27

Das Geschäft mit den gefälschten Superfoods

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Der Nutzen von Chia-Samen und anderen Superfoods ist umstritten. Was wenige wissen: Imitate sind auf dem Markt, die schädlich sein können. Die mildgrünen getrockneten Blättchen in dem Sackerl auf dem Labortisch des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) riechen nach Heu und sehen unauffällig aus. Moringa olifera soll das sein, eine extrem nährstoffreiche Pflanze aus Nordindien und als sogenanntes Superfood schwer in Mode. Aber steckt wirklich diese Moringa-Art in der Tüte? Die Firma, die sie vertreibt, will es vom KIT-Zellbiologen Peter Nick genau wissen. Zur Sicherheit. Denn immer wieder verbergen sich hinter exotischem Superfood wie Chia-Samen, Goji-Beeren und Tulsi andere Pflanzen als auf der Verpackung deklariert. Das ist bestenfalls Täuschung der Verbraucher. Schlimmstenfalls kann es schädlich sein. "Wenn ein Superfood in Mode kommt, entsteht in kurzer Zeit eine hohe Nachfrage", erklärt Nick. "Es gibt inzwischen einen riesigen Markt für solche Heilpflanzen, die eigentlich nur in bestimmten Regionen vorkommen." Importeure suchen dringend Nachschub – die Folge sei ein blühender Plagiate-Handel. Angela Clausen von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sieht das ähnlich. "Man muss sich bei den plötzlich nachgefragten Mengen von Superfoods schon fragen, wo diese eigentlich herkommen", sagt sie. "Denn so schnell lassen sich Anbaugebiete ja nicht aus dem Boden stampfen."
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