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31. Jul. 17:00

"Die Frauen von Birkenau": Wieso werden wir nicht wahnsinnig?

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75 Jahre ließ man sich Zeit, um Seweryna Szmaglewskas Lagerliteratur zu übersetzen Sie sagt nie „Ich“. Das würde, mit ihr im Mittelpunkt, heldenhaft aussehen: Seht, ich habe überlebt. Nein, so sollte ihr Buch nicht werden. „Die Frauen von Birkenau“ ist den anderen gewidmet: den Toten und den wenigen, die das KZ, das zu Auschwitz gehörte, halbwegs lebend verließen. Die Warschauer Studentin Seweryna Szmaglewska (Foto oben), die eine bekannte polnische Schriftstellerin werden sollte, war 1942 nach Birkenau deportiert worden, weil sie sich auf der Straße die Brille zurechtgerückt hatte. Ein SS-Mann hatte vermutet, sie habe ein geheimes Zeichen gegeben ... Szmaglewska war damals 26. Es folgten 30 Monate im Lager – ein Feld ohne Kanalisation anfangs, sechs Gaskammern, vier Krematorien, Pferdeboxen, die zu Schlafkojen umgebaut wurden, eine Box für 1 Pferd = für bis zu 30 Frauen. Gleich nachdem ihr während des Todesmarsches im Jänner 1945 die Flucht gelungen war, schrieb sie alles auf.
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