Zurück Kurier "Die Zauberflöte": Eine (Über-)Fülle an Ideen, mit Charme präsentiert
Suchen Rubriken 29. Okt.
Schließen
Anzeige
18. Okt. 15:21

"Die Zauberflöte": Eine (Über-)Fülle an Ideen, mit Charme präsentiert

Kurier
Wolfgang Amadeus Mozarts „Zauberflöte“ in einer Neuinszenierung von Henry Mason an der Wiener Volksoper. Menschen, Mächte, Marionetten – auf diesen Nenner lässt sich die Neuproduktion von Wolfgang Amadeus Mozarts „Zauberflöte“ an der Volksoper bringen. Vielleicht noch ergänzt um Vögel, Fantasie und Flower Power. Und um das Thema Klimawandel. Denn Regisseur Henry Mason hatte zu Mozarts Oper eine (Über-)Fülle an Ideen, die er im Haus am Gürtel mit Witz, Charme und Temperament präsentiert. Ja, da gibt es die Liebesgeschichte zwischen Tamino und Pamina, den Konflikt zwischen Sarastro und der Königin der Nacht, den Zusammenprall mehrerer Welten, den Vogelfänger Papageno, der sich statt Weisheit lieber ein „Mädchen oder Weibchen“ wünscht und die Utopie einer besseren Welt. All das zeigt Mason auf der bunt-liebevoll gestalteten, sich permanent in Bewegung befindlichen Drehbühne von Jan Meier (toll auch seine originellen, detailverliebten Kostüme) mit einer unbändigen Lust an An- und Überdeutungen. So kommen die naturgemäß schwarz gewandete Königin der Nacht und ihre Damen aus einer Art Eisreich. Sarastro und seine Sektierer-Jünger wiederum betätigen sich auch als Gärtner, verhalten sich dann aber wie eine lateinamerikanische Militärjunta – Überwachungskameras inklusive. Dass diese Elterngeneration längst ausgedient hat, daran lässt Mason keinen Zweifel.
Mehr
 Gefällt mir Antworten
Anzeige

Kommentare

Noch keine Kommentare...
Nach oben

Datumseinstellungen

Heute ist Mittwoch, 28. Oktober 2020

+ 1 -
+ 1 -
+ 2016 -

Schließen

Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich mit der Verwendung der Cookies in unserer Cookie-Policy einverstanden.

Akzeptieren

Kurier

Schließen