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Drei Vergessene: Pollatschek, Flesch-Brunningen, Carl Laszlo - zum Entdecken22. Nov. 17:00

Drei Vergessene: Pollatschek, Flesch-Brunningen, Carl Laszlo - zum Entdecken

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Über die Pest des Antisemitismus, das Leben in Vernichtungslagern und London während des Kriegs Zum Beispiel Stefan Pollatschek, 1890 in Wien geboren, Jünger von Karl Kraus, Freund von Elias Canetti, 1942 nach Flucht vor den Nazis in England gestorben. (Pollatschek empfand es als Schande, die Niederlage Hitlers nicht zu erleben.) Vergessen ist er. Er schrieb „Die Pest“. Der Roman erschien in Österreich erstmals 1948, als auch Albert Camus’ „Die Pest“ in der Übersetzung herauskam. Pollatschek lässt im Kaffeehaus und im AKH plaudern – Camus schreibt metaphysischer, symbolischer vom Ausnahmezustand an der algerischen Küste ... aber gemeint ist immer auch „die braune Pest“. Bei Camus steht der Widerstand im Vordergrund, bei Pollatschek der Antisemitismus, höchst infektiös: Als 1898 im AKH bei der Forschung mehrere Mitarbeiter an Pest erkrankten, unter ihnen der Arzt Hermann Franz Müller (Büste im Campus Altes AKH, Hof 9), hieß es bei Bürgermeister Lueger und seinen Leuten sofort: An der Pest seien die Juden schuld. „Meinst du denn wirklich, dass dieser Geist in unserer Zeit siegen kann?“ sagt ein Mediziner im Buch.
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