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EU-Agentur fordert Richtungswechsel bei Produktpiraterie22. Feb. 10:24

EU-Agentur fordert Richtungswechsel bei Produktpiraterie

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Die meisten gefälschten Markenprodukte kommen nicht in Postsendungen, sondern Seecontainern in die EU. Die europäischen Zollkontrollen zur Bekämpfung gefälschter Markenprodukte sind nach Auffassung der EU-Agentur für geistiges Eigentum (EUIPO) unzureichend und falsch ausgerichtet. So würden die meisten Waren dieser Art bei kleinen Postsendungen aus dem Ausland herausgefischt, während der Großteil gefälschter und teilweise gefährlicher Plagiate in kaum kontrollierten großen Seecontainern transportiert werde, schrieb EUIPO mit Sitz im ostspanischen Alicante in einer Mitteilung. Illegale Waren wie Drogen, Waffen oder Wildtiere könnten zwar durch Röntgen- oder Gammastrahlen-Scans der Container entdeckt werden. Bei gefälschten Waren versage diese Technik aber und es bleibe nur die aufwendige physische Kontrolle durch die ohnehin durch den zunehmenden Warenverkehr überlasteten Zollbehörden. Zurzeit würden weniger als zwei Prozent aller Container physisch, also per Hand, auf gefälschte Waren durchsucht. Dennoch seien im Jahr 2016 rund 56 Prozent des Gesamtwerts der beschlagnahmten Fälschungen in Containern befördert worden.
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