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Filmkritik zu 9. Jun. 19:00

Filmkritik zu "Tina": Die Frau, die Mick Jagger das Tanzen beibrachte

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Mitreißendes Doku-Porträt mit tollen Archivaufnahmen von Tina Turner Tina Tuner konnte den Song nie leiden. In ihren Ohren war „What’s Love Got To Do With It“ einfach nur ein fades, britisches Poplied. Tina Turner aber wollte Rocksängerin sein, zumal die erste schwarze Rocksängerin, die Stadien füllen konnte wie die Rolling Stones. Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet „What’s Love Got To Do With It“ zu Turners erstem Hit wurde, ihren Durchbruch bedeutete und sich 20 Millionen Mal verkaufte. Wenn man heute das Musikvideo sieht, in dem sie im schwarzen Ledermini, mit toupierter Löwenmähne und knallrotem Lippenstift durch New York marschiert und „What’s Love Got To Do With It“ singt, weiß man: So sahen die Eighties aus. „Tina“, eine enthusiastische HBO-Musikdoku von Dan Lindsay und TJ Martin, die jetzt ins Kino kommt, feiert mit begeisterte Hingabe das Ausnahmetalent von Tina Turner. „Die Frau, die Mick Jagger das Tanzen beibrachte“ , wie sie von Journalisten genannt wurde, fegt über die Bühne wie eine Naturgewalt, schüttelt frenetisch ihre Gliedmaßen und singt mit charakteristischer Rockröhren-Stimme Jahrzehnte-Hits wie „I Cant’t Stand the Rain“. Die Massen jubeln. Man muss kein Tina-Turner-Fan sein, um sich von „Tina“ mitreißen zu lassen. Die Regisseure tauchen tief in die Archive ein und fördern herrliches, historisches Material zutage, das zurück in die Rock’n’Roller-Zeiten der 50er und 60er Jahre reicht, wo Tina Turner gemeinsam mit ihrem damaligen Mann Ike Turner auftrat oder mit Phil Spector eine Platte aufnahm. Zu sehen gibt es rare Aufnahmen von frühen TV-Auftritten ebenso wie von gefüllten Stadienkonzerten. Wichtige Weggefährten wie Turners Produzent, ihr Biograf, Freundin Oprah Winfrey oder Angela Bassett, die sie in dem Bio-Pic „What’s Love Got To Do With It“ spielte, kommen lebhaft zu Wort. Tina Turner selbst ist in einem Interview zu sehen, das sie den Filmemachern 2019 in ihrem Haus in Zürich gab.
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