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Gefährdung von Kindern hat im Coronajahr stark zugenommen23. Apr. 18:00

Gefährdung von Kindern hat im Coronajahr stark zugenommen

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Die Belastung von Familien schlägt sich in Zahlen nieder. In Innsbruck haben Gefährundgsmeldungen um 37 Prozent zugenommen Die Spitäler und dort vor allem die Intensivstationen sind der augenscheinlichste Gradmesser der negativen Folgen der Pandemie. Aber auch abseits von Infektionen sind die Folgen massiv. Das zeigt beispielhaft eine Statistik der Stadt Innsbruck für das Jahr Corona-2020, die am Freitag veröffentlicht wurde. Demnach gingen beim Amt für Kinder- und Jugendhilfe im Vorjahr rund 1.200 Gefährdungsmeldungen ein. Das ist ein Anstieg im Vergleich von knapp 37 Prozent gegenüber 2019, wo es 880 Meldungen waren, wie es in einer Aussendung hieß. Das sei den psychosozialen Belastungen und Problemen in Familien durch die coronabedingten Einschränkungen geschuldet. „Durch die lange Zeit der Überforderung kann sich die Lage zu Hause aufschaukeln und ein gewaltgeprägtes Erziehungsverhalten durch die Eltern entstehen“, sagt Sozialstadtrat Johannes Anzengruber (ÖVP). Gefährdungsmeldungen sind Mitteilungen von Personen oder Organisationen an die Kinder- und Jugendhilfe über den Verdacht, dass Eltern mit der Versorgung der Kinder überfordert sind oder diese vernachlässigen, misshandeln oder missbrauchen. Die meisten Gefährdungsmeldungen in Innsbruck im Jahr 2020 wurden von der Polizei (354-mal) sowie von nicht meldungspflichtigen Personen wie Nachbarn, anderen Verwandten, Freunde, einem Elternteil oder anonymen Meldern eingebracht (321-mal).
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