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Hohe Spritpreise kosten Auto-Haushalte heuer rund 230 Euro zusätzlich10. Sep. 9:59

Hohe Spritpreise kosten Auto-Haushalte heuer rund 230 Euro zusätzlich

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Bank-Austria erwartet eine Entspannung bei den Sprit-Preisen erst ab dem vierten Quartal 2021. Die UniCredit Bank Austria hat sich die Spritpreisentwicklung angesehen und nachgerechnet: Die höheren Treibstoffpreise belasten das Haushaltsbudget 2021 mit durchschnittlichen Mehrkosten von 240 Euro für Dieselfahrer bzw. 220 Euro für Benzinfahrer. Demnach hat der Ölpreisanstieg die Preise heuer um rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr angehoben und ist somit für 60 Prozent der Inflationsbeschleunigung von 1,4 auf durchschnittlich 2,4 Prozent verantwortlich. Und nun die gute Nachricht der Analysten: Der Ölpreis hat den Höhepunkt überschritten. "Ab dem vierten Quartal ist eine leichte Verringerung der Preise an den österreichischen Tankstellen zu erwarten", so die Bank heute in einer Aussendung. 2022 werde der durchschnittliche Rohölpreis voraussichtlich um acht Prozent sinken. Dieser Rückgang würde 2022 über das Jahr gesehen zu einem Absinken des Literpreises für Diesel um rund drei Prozent auf durchschnittlich 1,15 Euro bzw. um etwa zwei Prozent für Super (95) auf 1,22 Euro im Schnitt führen. Ein Unsicherheitsfaktor dabei ist die künftige Besteuerung der Treibstoffe im Kontext der Klimadiskussion. "Die Aufhebung des Dieselprivilegs würde den Preis für 1 Liter von aktuell 1,25 Euro auf 1,35 Euro heben", heißt es von der Bank. Dies würde sich aber nicht 1:1 in höheren Steuereinnahmen widerspiegeln. "Bei einer sofortigen Aufhebung des Dieselprivilegs würden die Einnahmen aus dem Tanktourismus im Westen Österreichs dank des hohen Preisvorteils gegenüber Italien, Deutschland und der Schweiz deutlich geschmälert werden, im Osten Österreichs aufgrund der geringen Preisunterschiede jedoch gänzlich zum Erliegen kommen", so die Einschätzung der Analysten. Wobei Chefökonom Stefan Bruckbauer die künftige Bedeutung der Höhe der Mineralölsteuer relativiert: "Angesichts der fortschreitenden Elektromobilisierung und der Ankündigung vieler Autohersteller in einem mittlerweile absehbaren Zeitrahmen keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr herzustellen, wird dem Dieselprivileg in wenigen Jahren niemand mehr eine Träne nachweinen und auch die Mineralölsteuer insgesamt wird früher oder später Geschichte sein."
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