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Industriestandort Wien ist laut Wirtschaftskammer 6. Apr. 12:04

Industriestandort Wien ist laut Wirtschaftskammer "sehr teuer"

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Umfrage: Infrastruktur und Lebensqualität top - Hohe Lohnkosten, Grundstücks- und Mietpreise als Nachteil. Wien gilt als Industriestandort vor allem wegen der hohen Lebensqualität und der guten Infrastruktur als attraktiv. Als nachteilig empfinden Unternehmer die hohen Lohnkosten, Grundstücks- und Mietpreise. Das geht aus einer Umfrage unter 172 Industriebetrieben hervor, die knapp ein Drittel des Sektors repräsentieren. Die Erhebung führt das Gallup-Institut im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien im Zwei-Jahres-Rhythmus durch, zuletzt Ende 2020. Unabhängig von der Coronapandemie schätzt demnach jeder zweite Industriemanager die internationale Erreichbarkeit über den Flughafen, aber auch die allgemein gute Verkehrsinfrastruktur und die Lebensqualität Wiens - 2018 waren es erst 38 Prozent. "Immer mehr unserer Betriebe sehen auch in der Nähe zu Forschungs- und Ausbildungszentren und im breiten Angebot an industrienahen Dienstleistungen in Wien wesentliche Standortvorteile", erklärte der Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Wien, Stefan Ehrlich-Adam, am Dienstag in einer Aussendung. Bei den Standortnachteilen stehen den Angaben zufolge hohe Lohnkosten sowie hohe Grundstücks- und Mietpreise ganz oben, gefolgt von mangelndem Verständnis der Behörden für Industrie-Anliegen, das 40 Prozent der Betriebe beklagen. Der Punkt "Anrainerprobleme" legte in der Umfrage um zehn Prozentpunkte auf 29 Prozent zu - "ein Zeichen, dass das Nebeneinander von Leben und Wirtschaften in einer Großstadt eine beständige Herausforderung ist", so Ehrlich-Adam. Als nicht mehr so wichtig erachtet wird laut Umfrage die Hauptstadtfunktion Wiens. Auch die Wertigkeit der Metropole als "Tor zum Osten" gehe zusehends zurück: Nur noch 40 Prozent (2018: 52 Prozent) erachten die räumliche Nähe Wiens zu den östlichen EU-Ländern als Vorteil, nur noch 20 Prozent (2018: 28 Prozent) die Nähe zu anderen Ostmärkten. Die Stadt und die Wirtschaft müssten die historisch gewachsenen Beziehungen zu den Ostmärkten beispielsweise über gemeinsame Wirtschaftsmissionen weiter pflegen, so der Spartenobmann. Mit dazu gehöre auch der Ausbau der Verkehrsverbindungen mit besonderem Augenmerk auf die verfügbaren Flugverbindungen.
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