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Interview zu 18. Okt. 5:00

Interview zu "The Assistant": Kein Film über Harvey Weinstein

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Regisseurin Kitty Green über "The Assistant“, den ersten Film über #MeToo: Ähnlichkeiten mit Harvey Weinstein sind nicht zufällig Den Boss selbst sieht man nie. Manchmal hört man ihn hinter seiner Cheftür lachen oder durchs Telefon drohen. Doch seine Macht ist allgegenwärtig. Seine Belegschaft fürchtet ihn. Den meisten Druck aber bekommt seine junge Assistentin Jane ab. Jane ist zwar die Abgängerin eines Elite-Colleges, doch ihre Arbeit in der berühmten Filmfirma besteht vorwiegend aus Kaffee kochen, am Kopierer stehen, Sandwiches holen und die Kinder des Chefs bespaßen. Die Assistentin – von Julia Garner großartig gespielt zwischen Renitenz und Unterwerfung – beobachtet schon länger, dass sich hinter den verschlossenen Türen seltsame Dinge abspielen. Junge Frauen, die sich für Jobs bewerben, sprechen zu nachtschlafenden Zeiten vor verschwinden mit dem Boss in Hotelzimmern. Nein, „The Assistant“ ist kein Film über Harvey Weinstein, den berüchtigten Filmmogul, der mittlerweile eine Gefängnisstrafe für Vergewaltigung absitzt (siehe Kasten). Doch es ist der erste Film, der den Weinstein-Skandal zum Thema macht, also der erste #MeToo-Film, der aus der Zeit vor #MeToo erzählt. „The Assistant“ (jetzt im Kino) ist das Spielfilmdebüt der australischen Doku-Regisseurin Kitty Green und absolut sehenswert – weil brillant, packend und pointiert.
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