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Kevin „Lost“ Lehr: „Englischsprachige Pop-Musik wird in Österreich vernachlässigt“24. Apr. 5:00

Kevin „Lost“ Lehr: „Englischsprachige Pop-Musik wird in Österreich vernachlässigt“

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Nachdem er als Gitarrist von Tagträumer bekannt wurde, startete der Steirer solo und hat soeben sein Debüt-Album veröffentlicht Es war 2017, als es in der Band Tagträumer zu kriseln begann. Parallel dazu hatte Gitarrist Kevin Lehr Probleme mit seiner Freundin. „Sie sprach von Kindern und Haus bauen, was mir zu eng war“, erzählt er im Interview mit dem KURIER. „Weil Beziehung und Band zugleich zusammenbrachen, fühlte ich mich verloren. Und wenn ich das tue, schreibe ich Songs.“ Deshalb machte Lehr – nachdem das Projekt Tagträumer auf Eis gelegt worden war – solo unter dem Namen Lost weiter und legt jetzt das Debüt-Album „Long Nights Good Friends Red Wine“ vor. Zwar bleibt der Steirer damit beim Genre Pop, das er auch mit Tagträumer bedient hatte, singt aber auf Englisch und baut seine Sounds mehr auf Elektronik auf. Das Resultat sind Songs von internationalem Format, mit Soul und sanften Jazz-Einflüssen, in denen Lehr die Situationen, die zum verlorenen Songschreibe-Zustand führen, verarbeitet.   Allerdings singt er nicht alle Song selbst, hat sich dafür bei sechs Liedern Gäste wie Einfach Flo, Illian und Onk Lou dazu geholt. „Ich kann gut melancholisch gehauchte Songs singen“, sagt Lehr. „Aber wenn es souliger oder jazziger wird, kann ich das nicht rüberbringen.“ Neben Liebesliedern wie „Superman“, in dem er proklamiert, dass man sich beim ersten Date besser ehrlich präsentiert denn als Supermann, geht er in „Killers In My Mind“ auf seinen schwierigen Corona-Sommer ein. „Ich hatte keine Auftritte geplant und von dem Auftrittsverbot eher profitiert, weil die Musiker deshalb alle im Studio waren und ich viele andere Künstler produziere, wovon ich schon ganz gut leben kann. Trotzdem habe ich nach dem ersten Lockdown regelmäßig Panikattacken bekommen, hatte Herzrasen und alle anderen Symptome, und wusste nicht, woher das kommt. Im Laufe des Sommers ist auch noch eine Depression dazugekommen. Ich hatte zwar keine Selbstmordgedanken, aber ich habe mich gefragt, ob ich gut genug bin und dachte, dass ich es nicht wert bin, geliebt zu werden. Um das in den Griff zu bekommen, habe ich mit einer Therapie begonnen und habe dabei für diese Gedanken einen Titel gebraucht. Der war ,Killers In My Mind’, weil sie sich so angefühlt hat.“
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