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Milde Grippesaison macht es schwer, den richtigen Impfstoff zu mixen14. Jan. 10:00

Milde Grippesaison macht es schwer, den richtigen Impfstoff zu mixen

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Weil kaum Grippeviren im Umlauf sind, könnte die Zusammensetzung des Impfstoffes, der alljährlich an die grassierenden Grippestämme angepasst werden muss, zum Ratespiel werden. Dass Virologen ausgerechnet darüber klagen, dass diesen Winter kaum Grippeviren im Umlauf sind, klingt paradox, hat aber einen guten Grund: Wenn es tatsächlich so gut wie keine Influenza bis zum Saisonende gebe, werde es schwierig, die richtige Impfstoffzusammensetzung für die Grippeimpfung auszuwählen, sagt die Virologin Silke Stertz von der Universität Zürich. Denn: Grippeviren gelten als extrem wandelbar. Jedes Jahr suchen andere den Menschen heim. Wissenschafter sprechen von unterschiedlichen Stämmen, Typen und Subtypen. Impfstoffe gegen die Verwandlungskünstler müssen daher jedes Jahr angepasst werden. Dafür beobachten Virologen weltweit die hauptsächlich zirkulierenden Viren. Auf dieser Grundlage gibt die Weltgesundheitsorganisation WHO bereits im Februar für die Nordhalbkugel eine Empfehlung für den Herbst ab, gegen welche Varianten ein Vakzin produziert werden soll. „Die Experten der WHO werden mit ihrer jahrelangen Erfahrung sicherlich eine Impfstoffzusammensetzung wählen, die auf den neusten Erkenntnissen beruht und daher eine gute Option zum Schutz darstellen wird“, so die Virologin. Unsicherheiten bezüglich der Schutzwirkung würden sich aber nicht vermeiden lassen. Trotzdem bleibe die Impfung die beste Option, um sich vor einer schweren Influenza-Erkrankung zu schützen. Abwarten bis Klarheit über die tatsächlich zirkulierenden Viren besteht, ist keine Option. Denn dann ließen sich die Impfstoffe nicht mehr rechtzeitig produzieren. Als der heilige Gral der Impfstoffforschung gilt daher seit einigen Jahren der universelle Impfstoff, der gegen sehr viele verschiedene Influenzaviren schützt. Kürzlich publizierten Forschende ermutigende Ergebnisse einer Placebo-kontrollierten Phase-1-Studie. Sie verabreichten jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 39 Jahren einen neuartigen Impfstoff, der sich als wirksam und sicher erwies.
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