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Slalom-Vizeweltmeister Pertl: 22. Feb. 12:03

Slalom-Vizeweltmeister Pertl: "Habe mich gefragt, ob ich gut genug bin"

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Am Tag nach seiner Fahrt zu Silber gibt der 24-Jährige Einblicke in seine Gefühlswelt. Adrian Pertl wurde bei seiner Rückkehr nach Ebene Reichenau zwar kein großer Empfang bereitet - das ist in Zeiten von Corona leider nicht möglich - aber in seiner Kärntner Heimatgemeinde hat sich schon einiges getan. "Sie haben für mich ein Plakat aufgestellt", erzählt der neue Vizeweltmeister im Slalom. Keine 24 Stunden nach der Sensationsfahrt zu Silber stand Adrian Pertl noch einmal Rede und Antwort und ließ dabei Einblicke in seine Gefühlswelt gewähren. Was ihm zum Beispiel in den zwei Minuten vor seinem zweiten Lauf durch den Kopf ging. "Man denkt in dem Moment, was man alles gewinnen könnte. Aber auch, was man verlieren könnte. Ich habe versucht, das auszublenden", berichtet der besonnene 24-Jährige, der zugibt: "Ich bin froh, dass ich Skifahrer bin. Das Rennen im Fernsehen anzuschauen, wäre ein Nervenkitzel gewesen." Adrian Pertl blickte in der Stunde seines größten Erfolges aber auch noch einmal zurück in die Vergangenheit. In jene Zeit, in der er in den Niederungen herumkrebste, von Selbstzweifeln geplagt wurde und sich auch schon einmal die Sinnfrage stellte. Im Dezember 2019 startete Pertl noch bei FIS-Rennen, wenn man so will in der Regionalliga des Skisports. "Man fragt sich, ob es das schon war", berichtet der Junioren-Weltmeister von 2017. "Ich habe mir öfters die Frage gestellt, ob ich gut genug bin."   Damals war er schon froh, wenn er ab und an im Europacup in den Punkterängen landete. "Ich habe lange kämpfen müssen, dass ich dort in die Top 30 komme. Ein 14. Platz war ein Highlight", sagt der 24-Jährige, dessen Karriere dann rasant Fahrt aufnahm. Mit jedem Rennen arbeitete er sich weiter nach oben, bis ihm schließlich im Jänner 2020 mit dem achten Platz beim Weltcupslalom in Kitzbühel der Durchbruch gelang. Von der Entwicklung ist Adrian Pertl manchmal selbst verblüfft. "Man sieht, wie schnell es gehen kann. Vor eineinhalb Jahren habe ich mich noch über einen FIS-Sieg gefreut, jetzt freue ich mich über eine WM-Medaille. Ich weiß nicht, was der entscheidende Punkt war. Vielleicht hat sich im Kopf ein Schalter umgelegt. Ich bin im Flow."
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