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Spesenaffäre um HC Strache: Fenster für rund 24.000 Euro29. Apr. 18:00

Spesenaffäre um HC Strache: Fenster für rund 24.000 Euro

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FPÖ bezahlte den Sicherheitsumbau von HC Straches Wohnung in Klosterneuburg, Ermittler der SOKO Ibiza überprüfen Rechnungen. Überraschenden Besuch bekam am vergangenen Dienstag ein namhafter Fensterhersteller – von Beamten der SOKO Ibiza. Die Ermittler des Bundeskriminalamts interessierten sich für eine Rechnung über den Tausch von Sicherheitsglas, zwei neue Fensterelemente, Beschattung (Jalousien) und Insektenschutz. Eingebaut wurden die Bauteile im Jahr 2013 in der Wohnung von HC Strache in Klosterneuburg-Weidling. Kosten: rund 24.000 Euro. Die Rechnung wurde ursprünglich auf eine Wiener Firma C. ausgestellt und musste später von der Fensterfirma auf eine Wiener Firma I. umgeschrieben werden. Am Ende soll die Firma I. diese Rechnung mit einem angeblich „enormen“ Aufschlag der FPÖ verrechnet haben. Der Verdacht: Die Rechnung sei überhöht. Der Sachbearbeiter der Fensterfirma wurde auf die nächste Polizeiinspektion mitgenommen, wo er als Zeuge einvernommen wurde. Laut Straches Anwalt Johann Pauer seien die Fenster nur Teil einer Sammelrechnung eines Generalunternehmers gewesen, die auch eine Alarmanlage und Türen umfasste. „Der Generalunternehmer hat ein umfassendes Sicherheitskonzept erstellt und er beauftragte einzelne Subunternehmer“, sagt Pauer zum KURIER. „Der umfassende Sicherheitsumbau war aufgrund der ständigen Gefährdungslage notwendig und wurde von der FPÖ beschlossen und bezahlt.“ Das bestätigt auch FPÖ-Anwalt Christoph Völk: „Es gibt Partei-Beschlüsse, wonach für die Sicherheit des damaligen Parteiobmanns aufgekommen wurde, das ist zulässig und üblich.“ Der Kernvorwurf in der „Spesenaffäre“ gegen Strache lautet, dass Rechnungen über private Ausgaben durch Bewirtungsrechnungen ausgetauscht und Letztere dann von der FPÖ bezahlt wurden. Diese Art der „Verrechnung“ soll u. a. ein Leibwächter Straches vorgenommen haben. Der Ex-FPÖ-Chef will davon nichts gewusst haben. Er bestreitet den Betrugs- und Untreue-Verdacht. Insgesamt soll es um einen Schaden in Höhe von 580.000 Euro gehen.
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