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Umstrittene Gletscherbahn darf gebaut werden11. Jun. 15:54

Umstrittene Gletscherbahn darf gebaut werden

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Einspruch gegen das Projekt gescheitert: In Kürze sollen die Bauarbeiten für die neue Weißseejochbahn am Kaunertaler Gletscher beginnen. Von "gewaltigen Eingriffen" hatte Tirols stellvertrender Landesumweltanwalt Walter Tschon im April vor der mündlichen Verhandlung über den Antrag der Kaunertaler Gletscherbahnen, eine neue Bahn in dem Skigebiet zu bauen, gesprochen. Am Freitag teilte das Unternehmen mit, dass in Kürze der Bau der neuen Weißseejochbahn beginnen wird. Die Umweltanwaltschaft ist in dem naturschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren mit ihrem Einspruch gescheitert. Die Behörde sieht in ihrem im Mai erstellten Bescheid ein dem Naturschutzaspekt übergeordnetes öffentliches Interesse. Es könne "durch verhältnismäßig wenige Eingriffe ein größtmöglicher Nutzen für das Schigebiet und somit auch für die ganze Region Kaunertal erzielt werden". Das könne "wiederum zur langfristigen Sicherung des Schigebietes der Region beitragen", heißt es in dem Bescheid. Die neue Bahn soll schon in der kommenden Wintersaison 2021/22 in Betrieb gehen, teilte das Unternehmen mit. Die Talstation der neuen Weißseejochbahn ist im Bereich der Mittelstation der bestehenden Ochsenalmbahn auf 2.494 Metern Seehöhe geplant. Die neue Bahn führt von dort ausgehend innerhalb der Skigebietsgrenzen über 550 Höhenmeter auf das Weißseejoch auf 3.044 Metern – in unmittelbarer Nähe zur österreichischen Staatsgrenze. "Über eine neue Piste gelangen die Gäste des Kaunertaler Gletschers wieder zurück zur Mittelstation der Ochsenalmbahn", hieß es in einer Aussendung. „Mit der neuen Weißseejochbahn und der neuen Piste wird das Angebot am Kaunertaler Gletscher deutlich erweitert", freute sich der Kaunertaler Bürgermeister Josef Raich. Er sieht das Kaunertal als Skiregion gestärkt. Walter Tschon von der Landesumweltanwaltschaft hatte hingegen bereits vor dem Bescheid zu bedenken gegeben: "Aus unserer Sicht sind Projekte im Hochgebirge und insbesondere in einem Gletschergebiet schon aus ökologischer Sicht kaum mehr vertretbar."
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