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UNO-Generalsekretär: 10. Sep. 6:17

UNO-Generalsekretär: "Müssen Dialog mit Taliban führen"

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Es gehe um Solidarität mit den Afghanen. Ein wirtschaftlicher Kollaps müsse verhindert werden, so Guterres. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hat sich für Gespräche mit den radikalislamischen Taliban nach ihrer Machtübernahme in Afghanistan ausgesprochen. "Wir müssen einen Dialog mit den Taliban führen, in dem wir unsere Grundsätze auf direktem Wege bekräftigen", sagte Guterres im Interview mit AFP. Es gehe dabei um die "Solidarität mit dem afghanischen Volk". Auf alle Fälle müsse ein wirtschaftlicher Kollaps Afghanistans verhindert werden. Die Bevölkerung leide jetzt bereits enorm, "Millionen und Abermillionen sind vom Hungertod bedroht", warnte der Portugiese. Er sprach sich nicht explizit für die Rücknahme internationaler Sanktionen gegen die Taliban-Herrschaft oder die Freigabe eingefrorener afghanischer Staatsgelder im Ausland aus. Aber gewisse "Finanzinstrumente" könnten dazu beitragen, das Land über Wasser zu halten und der Wirtschaft "Luft zu verschaffen". "Wir wollen, dass das Land in Frieden und Stabilität regiert wird und die Rechte des Volkes respektiert werden", so Guterres weiter. Die Taliban ihrerseits "wollen anerkannt werden, wollen die Aufhebung der Sanktionen, wollen finanzielle Unterstützung, und das gibt der internationalen Gemeinschaft ein gewisses Druckmittel". Mit Sorge blickt der UNO-Chef auch auf die Sahel-Zone. "Es gibt eine wirkliche Gefahr, terroristisch Gruppen dort könnten sich durch das, was (in Afghanistan) passiert ist, bestärkt fühlen." Weltweit sei ein neues, höchst problematisches Muster zu erkennen: Extremistische Gruppen, "die zu allem bereit sind", stehen kampfunwilligen staatlichen Streitkräften gegenüber. "Wir haben das in Mossul im Irak gesehen, in Mali nach dem ersten Vormarsch auf Bamako, wir haben es in Mosambik gesehen", sagte Guterres. Deshalb setze er sich seit Jahren für die Einrichtung einer afrikanischen Anti-Terror-Einheit mit einem soliden UNO-Mandat und entsprechender Finanzierung ein. Doch die USA - größter Geldgeber der UNO - befürchten, dass die in Mali stationierte UNO-Friedenstruppe dadurch ihre Neutralität verlieren könnte. "Diese Blockade muss beendet werden. Das ist absolut notwendig", sagte Guterres.
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