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Ware aus China umgepackt? Groß-Razzia bei FFP2-Maskenproduzent in NÖ2. Mär. 18:41

Ware aus China umgepackt? Groß-Razzia bei FFP2-Maskenproduzent in NÖ

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Hygiene Austria, ein Unternehmen mit Sitz in Niederösterreich, das Supermärkte beliefert, soll Masken aus China umgepackt haben. Die WKStA ermittelt wegen schweren Betrugs und Schwarzarbeit. Dienstagmittag haben an zwei Standorten eines Unternehmens, das FFP2-Masken produziert, Hausdurchsuchungen stattgefunden. Das bestätigt eine Sprecherin der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) dem KURIER. Es geht um den Verdacht der organisierten Schwarzarbeit sowie des schweren gewerbsmäßigen Betrugs. Laut KURIER-Informationen handelt es sich dabei um die Hygiene Austria, ein Joint Venture der Palmers AG und der Lenzing AG, das im März 2020 gegründet wurde. Schon ab April wurden am Palmers-Areal in Wiener Neudorf zwölf Millionen Masken produziert. Kürzlich erklärte Geschäftsführer Tino Wieser, dass man die Produktion bis Februar verdoppelt und den Personalstand von 200 auf 300 erhöht haben werde. Größter Abnehmer ist der Lebensmittelhandel. Dem Unternehmen wird nun vorgeworfen, FFP2-Masken, die im Ausland produziert wurden, in Österreich umgepackt und  zu den hier üblichen, höheren Preisen verkauft zu haben. Zudem sollen dort arbeitende Personen nicht die erforderliche Anmeldung bei der Sozialversicherung haben, also „schwarz“ beschäftigt sein. Die Hausdurchsuchungen seien richterlich genehmigt worden und waren Teil von Ermittlungen gegen eine bekannte Person und weitere, noch näher zu bestimmende Personen, sagt die WKStA-Sprecherin. Die Schadenshöhe stehe noch nicht fest. Dutzende Ermittler – von der WKStA, dem Bundeskriminalamt, dem Landeskriminalamt Niederösterreich und der Finanzpolizei – waren im Einsatz. Filip Miermans, Sprecher der Lenzing AG, sagt auf KURIER-Anfrage am späteren Dienstagabend: „Da die Hausdurchsuchung noch im Gange ist, können wir zu den Vorwürfen nichts sagen.“
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