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Wie man einen Oscar gewinnt: Die geheimen Gebote der Academy25. Apr. 5:00

Wie man einen Oscar gewinnt: Die geheimen Gebote der Academy

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Ein Oscar ist kein Zufall. Die Academy hält sich an eine Reihe ungeschriebener Gesetze. Wer sie befolgt, erhöht seine Chancen auf den Preis enorm. Es ist doch so: Man kann den Oscar einfach seit 40 Jahren ignorieren und stattdessen am Tag der Verleihung lieber Klarinette in einem Jazz-Pub spielen, wie Woody Allen. Man kann den Preis verweigern, wie George C. Scott, weil man sich nicht im Wettstreit mit Kollegen sieht. Aber am Ende läuft es auf das hinaus: „Den Oscar kennt jeder Bauer in Afghanistan“ (Originalzitat Michael Haneke) – und jeder will ihn. Wie also den Goldbuben gewinnen? Wer bestimmten Regeln folgt, ist klar im Vorteil. „Für die Academy ist das Beste, was am meisten auffällt“, schrieb Kritiker-Legende Roger Ebert einmal. Und hat Recht: unübersehbar brillant soll es sein, von der Kamera über das Produktionsdesign bis zu den Kostümen. Filme wie „The King’s Speech“, „Titanic“ oder „Der letzte Kaiser“ stehen aufwendig opulent dafür Pate. Subtile menschliche Beziehungskonflikte? Fehlanzeige. Komödien? Bloß nicht. Gefragt ist das große Drama. Beliebt sind zudem Filme, die die US-Geschichte thematisieren (wie heuer „Judas and the Black Messiah“ über die Black Panthers oder der Politaktivisten-Prozessfilm „The Trial of the Chicago 7“) oder jene Hollywoods (dieses Jahr: „Mank“) bespiegeln. Diese Vorlieben bedingen denn auch, wer sich einen Erfolg in den Schauspieler-Kategorien ausrechnen kann. Spiel am besten eine Person, die tatsächlich einmal gelebt hat: In den vergangenen zehn Jahren gewann sieben Mal, wer dieses Gesetz befolgt hat, 83 Mal insgesamt seit der Gründung der Academy. Gary Oldman als Churchill in „Die dunkelste Stunde“ siegte so ebenso wie etwa Ben Kingsley als „Gandhi“. Bei den Frauen stimmte das Gebot zuletzt für Renée Zellweger als „Judy“ Garland, aber auch Preise für Meryl Streep als Margaret Thatcher oder Marion Cotillard als Édith Piaf beweisen die Liebe der Oscar-Juroren zur Historie. Das zeigen auch heuer zwei wichtige Nominierungen: Favorit Chadwick Boseman spielt in „Ma Rainey’s Black Bottom“ zwar einen fiktionalen Charakter, jedoch eingebettet in reale Ereignisse über die „Mutter des Blues“. Dargestellt wird diese von der hochgelobten Viola Davis.
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